Pflasterklinker

Ästhetisch, robust und langlebig.

Wege, die Orte verbinden

Robust, ästhetisch und charaktervoll

Pflasterklinker werden ganz überwiegend als traditionelle Baustoffe im öffentlichen Straßen- und Wegebau verwendet. Eine besondere Bedeutung hat Pflasterklinker immer dann, wenn es um die hochwertige Gestaltung repräsentativer Flächen im Verwaltungs-, Gewerbe- und Hotelbau oder im Umfeld historischen Gebäude geht. Architekten und Landschaftsplaner verwenden Pflasterklinker gerne für die Aufwertung privater und gewerblicher Wohnungsumfeld-Gestaltung.

Aufgrund der hohen Materialfestigkeit von Pflasterklinker ist es möglich, Riegel- und Langformate in Längen von bis zu 490 mm herzustellen. Hochkant verlegt erzeugt die sichtbare schlanke Breite der Riegelformate von 40 mm, 52 mm oder 71 mm ein interessantes Fugenbild. Neben dem bewährten Fischgrät- und Ellenbogenverband werden jetzt auch Läuferverbände möglich, bei denen Formatlängen von 490 mm, 360 mm, 240 mm und 115 mm kombiniert werden. Mit Einbindetiefen von 100 mm oder 115 mm gehört Klinkerpflaster in Hochkantverlegung zu den hochwertigsten Straßenbelägen überhaupt.

Gemäß der Produktnorm DIN EN 1344 Pflasterziegel — Anforderungen und Prüfverfahren können Pflasterziegel in ungebundener (in loser Bettung) oder in gebundener (in Mörtel) Verlegungsform angewendet werden. Sie gilt auch in Innenbereich oder auf Dächern. Die DIN EN 1344 legt Anforderungen an Pflasterziegel wie Bruchfestigkeit, Gleit- und Rutschwiderstande, Dauerhaftigkeit (u.a. über den Frost-Tau- Wechselbeständigkeit) und Brandverhalten/ Brandeinwirkung fest. Von Pflasterklinker spricht man, wenn auch die Anforderungen an die Scherbenrohdichte und die Wasseraufnahme nach DIN 18503 eingehalten sind.

Für den Einsatz im Straßenbau gelten die Anforderungen gemäß der Technischen Lieferbedingungen für Bauprodukte zur Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Hierin werden die Produktanforderungen zur Einhaltung der Bauweise gemäß ZTV-Pflaster aufgelistet. Pflasterklinker hält die Anfordergen der jeweilig höchsten Klasse ein.

Wichtigstes Argument pro Pflasterklinker neben diesen technischen Anforderungen ist die Farbechtheit und die Farbbeständigkeit. Auch nach Jahren bieten Klinkeroberflächen aufgrund der hochfesten keramischen Bindung besten Schutz gegen Abrieb, Kratzer, Frost, Salz- oder Säureeinwirkung und Anhaftungen von Schmutz. Nicht ohne Grund sind die Strandpromenaden an der deutschen und belgischen Küste zu großen Teilen in Pflasterklinker ausgeführt. Dies zeigt auch die überdurchschnittlich lange Lebensdauer von Klinkerpflasterung als keramischer Baustoff.

 

Versickerungsfähige und lärmarme Bauweisen

Mit geeigneten Formaten, aufgeweiteten Fugen oder speziellen Sicker- und Lochklinkern können Pflasterklinkerflächen versickerungsfähig ausgeführt werden. Voraussetzung ist ein entsprechend wasserdurchlässiger Aufbau aus Fugenmaterial, Bettung, Tragschicht und geeignetem Untergrund.

So geplante und fachgerecht ausgeführte Flächen tragen dazu bei, Niederschlagswasser dezentral versickern zu lassen und die Kanalisation bei Starkregenereignissen zu entlasten. Das Wasser kann in den Untergrund gelangen und zur Grundwasserneubildung beitragen.

Darüber hinaus eignen sich Pflasterklinker für lärmarme Bauweisen. Bei entsprechender Planung und Ausführung können Sie die Lärmbelastung im Straßenverkehr reduzieren.