Wir gehen dahin, wo die Zukunft gelehrt wird
Gastvorlesungen, Lehre und interdisziplinäre Wissensvermittlung
Die Hochschularbeit des Verbandes verbindet Forschung, Lehre und Baupraxis systematisch miteinander. Dafür haben wir eine eigene Abteilung für Hochschularbeit, bestehend aus einer Architektin und zwei Bauingenieuren. Ziel ist es, Studierenden frühzeitig ein fundiertes Verständnis für den modernen Mauerwerksbau zu vermitteln und gleichzeitig aktuelle Entwicklungen aus der Praxis in die akademische Ausbildung zu integrieren.
Mit Gastvorlesungen und Lehrformaten ist der Verband bundesweit in Studiengängen wie Architektur, Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen und Infrastrukturmanagement präsent. Allein im Jahr 2025 wurden rund 80 Gastvorlesungen durchgeführt.
Inhaltlich reicht das Spektrum von Grundlagen des Ziegelmauerwerks, Bauphysik und Tragwerksplanung bis zu Themen wie seriellem und modularem Bauen mit Ziegelfertigteilen sowie Circular Economy. Die Hochschularbeit ist damit bewusst interdisziplinär angelegt und adressiert technische, ökobilanzielle und wirtschaftliche Fragestellungen gleichermaßen.
Exkursionen, Mauerwerkstage und direkte Einblicke: Wie erleben Studierende die Ziegelbauweise praxisnah an Hochschulen und in Unternehmen?
Ein zentraler Bestandteil der Hochschularbeit ist die Verbindung von Theorie und Anwendung. Denn: Wer den Baustoff Ziegel nicht versteht, der wird später auch nicht mit ihm planen. Formate wie Mauerwerkstage bringen Fachvorträge, Demonstrationen und praktische Übungen zusammen.
Studierende arbeiten direkt mit dem Material, analysieren Konstruktionen und erhalten ein realistisches Verständnis für Verarbeitung und Einsatzmöglichkeiten im Bauprozess.
Ergänzend ermöglichen Exkursionen in die Werke der Mitgliedsunternehmen Einblicke in industrielle Fertigungsprozesse, Digitalisierungsschritte und aktuelle Entwicklungen in der Produktion. Damit wird die gesamte Wertschöpfungskette des Ziegels nachvollziehbar.
Die Ziegelindustrie unterstützt Bachelor- und Masterarbeiten mit Praxisbezug im Mauerwerksbau
Der Verband initiiert und begleitet wissenschaftliche Abschlussarbeiten zu zentralen Fragestellungen des Bauens. Ziel ist es, aktuelle Herausforderungen frühzeitig in die akademische Bearbeitung zu integrieren und praxisrelevante Lösungsansätze zu entwickeln.
Inhaltliche Schwerpunkte liegen unter anderem auf Urban Mining, der Ökobilanzierung monolithischer Außenwände sowie der Tragfähigkeit und Weiterentwicklung moderner Ziegelkonstruktionen. Die enge Verzahnung mit der Industrie ermöglicht den Studierenden Zugriff auf reale Projektdaten, Produktionsprozesse und Anwendungsfälle.
So entstehen Arbeiten, die nicht nur theoretisch fundiert sind, sondern konkrete Relevanz für Planung und Ausführung haben.
Was ist die Zukunftswerkstatt Mauerwerk und welche Rolle spielt sie für Innovation im Bauwesen?
Die Zukunftswerkstatt Mauerwerk ist ein zentrales Format der Hochschularbeit und dient als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Sie wurde 2025 nach langer Pause wiederbelebt und bringt wissenschaftliche Mitarbeitende der Hochschulen mit den Ziegelunternehmen zusammen. Ziel ist es, den Austausch über die Mauerwerkslehre zu fördern und aktuelle Entwicklungen im Bauwesen zu vermitteln.
Im Fokus stehen Innovationen, neue Technologien sowie die Weiterentwicklung von Bauweisen und Prozessen. Die Teilnehmenden diskutieren Forschungsergebnisse, hinterfragen bestehende Ansätze und entwickeln gemeinsam Perspektiven für das Bauen von morgen.
Damit schafft die Zukunftswerkstatt einen Rahmen, in dem interdisziplinäre Zusammenarbeit – auch über nationale Grenzen hinweg - konkret gelebt und in praxisnahe Lösungen überführt wird.
Stipendien, Wettbewerbe und Sichtbarkeit: Wie fördert die Ziegelindustrie Talente im Architektur- und Bauingenieurwesen?
Die Förderung des akademischen Nachwuchses ist ein strategischer Schwerpunkt. Über das Deutschlandstipendium unterstützt der Verband leistungsstarke Studierende an der RWTH Aachen, der TU Darmstadt, der TU München, der TU Dresden, der TU Braunschweig sowie an der Bauhaus Universität Weimar sowohl finanziell als auch ideell.
Mit dem Studierendenpreis im Rahmen des Deutschen Ziegelpreises und begleitenden Wanderausstellungen werden herausragende Projekte aus Architektur und Studium sichtbar gemacht. Hochschulen werden so zu Orten, an denen innovative Ansätze diskutiert und weiterentwickelt werden.